28.10.2026, 19:30 Uhr

Anekdotisch anrührend verfilmt Simon Verhoeven den autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff – mit einem sehr überzeugenden Bruno Alexander.

Joachim Meyerhoffs dritten autobiografischen Roman verfilmt Simon Verhoeven mit seiner Mutter Senta Berger in der weiblichen Hauptrolle.

Nach dem Unfalltod seines älteren Bruders besteht der junge Meyerhoff (Bruno Alexander) in München die Aufnahmeprüfung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule. Fremd in München, wohnt er in der großbürgerlichen Villa seiner trinkfesten und exzentrischen Großeltern. Tagsüber erzeugt der künstlerische Druck der Schauspielschule bei ihm ein Gefühl des Fremdseins und Scheiterns, das sich abends bei den festen wie grotesken Trinkritualen seiner Großeltern noch steigert. Er, emeritierter und schrulliger Philosophieprofessor (Michael Wittenborn), sie die bekannte Schauspielerin Inge Birkmann (Senta Berger), die mit fachkundigem Interesse den Weg ihres Enkels verfolgt.

Roman- und Filmtitel beschreiben mit diesem Goethe-Zitat aus dem „Werther“ Meyerhoffs innere Leere nach dem Tod des Bruders und zugleich die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die er während des Schauspielstudiums fühlt. Diese Brüche anzunehmen und auszuhalten ermöglicht letztlich den notwendigen Prozess, der ihn erst seinen Platz im Leben finden lässt.

Dem Film gelingt „ein ebenso sensibles wie selbstbewusstes Kino-Porträt über Verlust, Selbstzweifel und die fragile Suche nach Identität“ (Antje Wessels, wessels-filmkritik.com)

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